Lange Zeit war eine gesetzliche Abschlussprüfung für alle Unternehmen in Dänemark üblich. In den letzten Jahren wurde diese Vorschrift für sämtliche Unternehmen der Unternehmensklasse B gelockert. Diese Firmen können sich jetzt alternativ für eine erweiterte Prüfung entscheiden.


Eine erweiterte Prüfung besteht grundsätzlich aus einer Prüfung der Buchführung gemäß internationaler Standards sowie folgenden zusätzlichen Maßnahmen:

  • Prüfung von Grundbucheintragungen, um das Eigentum an Vermögenswerten und Angaben zu Verbindlichkeiten zu prüfen
  • Einholen von Engagementbescheinigungen von Banken und anderen Kreditinstituten, um Salden, Verbindlichkeiten und Garantien zu prüfen
  • Befragung des Unternehmensjuristen im Hinblick auf Klagen, Gerichtsverfahren usw., um sicherzustellen, dass diese in der Bilanz offengelegt wurden
  • Stichproben, um sicherzustellen, dass Steuern, Umsatzsteuer und sonstige Abgaben korrekt und pünktlich abgeführt werden

Gerade für inhabergeführte Unternehmen ist eine erweiterte Prüfung ggf. besonders relevant. Es ist empfehlenswert, eine erweiterte Prüfung als Alternative zur herkömmlichen Prüfung in Erwägung zu ziehen. Für das einzelne Unternehmen ist die richtige Wahl jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig, u. a. den Aktionären, der Komplexität und der finanziellen Lage des Unternehmens.

Sollten Sie eine erweiterte Prüfung in Erwägung ziehen, wenden Sie sich am besten an Baker Tilly, um die genaueren Einzelheiten abzuklären